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Projekt 2.Null

Längst ist das Internet ein fester Bestandteil unseres alltäglichen Lebens geworden. Und natürlich übt das WorldWideWeb eine riesige Faszination auf Kinder und Jugendliche aus. Sie lieben es über Netzwerke zu kommunizieren, mit Suchmaschinen Informationen zu suchen, in fremde Spielewelten einzutauchen oder sich im sozialen Netzwerk selbst zu präsentieren. Bei all den Dingen, die Kindern Spaß machen, werden sie aber auch mit unerwünschten Inhalten konfrontiert. Eine Tatsache, die Eltern und Pädagogen durchaus nervös macht.

 

Grundsätzliches zur Medienbildung in Bezug auf das Internet
Genauso wie Kinder laufen, malen, lesen schreiben und rechnen lernen müssen, müssen sie auch den Umgang mit Fernseher, Computer und Internet erlernen. Hierfür müssen sichere Lernräume und Möglichkeiten des begleitenden Lernens geschaffen werden. Im Hinblick auf §14 SGB VIII zum Jugendschutz ist eine aktive Medienbildung einer sogenannten Bewahrpädagogik vorzuziehen.
 
Das Internet ist für Jugendliche zu einem wichtigen Bestandteil des Alltages geworden. Ein Großteil der Kommunikation läuft über E-Mails, soziale Netzwerke und Messenger Dienste wie ICQ oder Skype. Internet ist Jugendlichen heutzutage wichtiger als ein Führerschein oder ein Auto. Durch Ablehnung einer so wichtigen Komponente in der Lebenswelt von Jugendlichen erreichen wir erfahrungsgemäß das Gegenteil.
 
Es lohnt sich darüber nachzudenken, ob wir als Erwachsene (Eltern, Pädagogen, Lehrer…) wirklich immer die Experten sind. Es ist keine Schande von den Jugendlichen etwas zu lernen und anzunehmen. Schon jetzt wissen Kinder und Jugendliche mehr als wir uns vorstellen können. Ein wichtiger Aspekt der Medienbildung ist es, die Jugendlichen ernst zu nehmen, sich für das was sie interessiert zu interessieren und eine Kommunikationsgrundlage zu finden. Medienbildung sollte nicht auf das Schüren von Ängsten und Verteufelungen hinauslaufen.
 
Mediennutzung eignet sich nicht als Strafe oder Belohnung. Dadurch erhält sie einen viel zu hohen Stellenwert. Hingegen Prioritäten zu setzen (z.B. Erst die Hausaufgaben, dann am Computer spielen) ist durchaus alltagstauglich und schafft eine für Kinder und Jugendliche wichtige Struktur. Mediennutzung findet größtenteils zu Hause statt. Daher ist es unumgänglich, dass die Eltern in die Medienbildung (z.B. durch Elternabende oder Seminare) miteinbezogen werden.
 
Es gibt unzählige Möglichkeiten den Computer bzw. das Internet sinnvoll, z.B. kreativ zu nutzen. In der Medienbildung gilt es diese Möglichkeiten auszuschöpfen und die Vorteile hervorzuheben und den Missbrauch der Medien so zu minimieren.

Die Gruppengröße sollte die Anzahl von 15 Schülern nicht überschreiten, das ist in etwa eine halbe Klasse. Nur so kann individuell auf die Bedürfnisse der Schüler eingegangen werden und Gruppenspiele durchgeführt werden. Im Moment besteht eine Gruppe aus 12 Schülern. Julia Feitsch, Kultur- und Medienpädagogin des Bezirksjugendwerks, will den Schülern auf spielerische und praktische Weise nahebringen, was bei der Nutzung des Internets zu beachten ist. So sollen sie z.B. durch eine Internetschnitzeljagd verschiedene Suchmaschinen kennenlernen und miteinander vergleichen, durch Rollenspiele die Regeln des Chattens verinnerlichen oder sich als Kritiker für Onlinespiele betätigen.

Für das Projekt ist ein Zeitraum von ca. 4 Wochen eingeplant. In dieser Zeit finden pro Klasse 10 Unterrichtseinheiten statt (5 Doppelstunden). Ziel des Projektes ist es, Schülern einen sicheren, selbstbewussten Umgang mit dem Internet zu ermöglichen. Sie sollen sich der Chancen und Risiken des großen, unübersichtlichen Mediums bewusst werden, damit der Umgang mit dem Internet tatsächlich etwas Alltägliches ist, um das wir uns ein bisschen weniger sorgen müssen.
VERANSTALTUNGEN
 

Nächste Veranstaltungen:

27.06.2017 - 09:00 Uhr
 
27.06.2017 - 18:30 Uhr
 
30.06.2017 bis 02.07.2017 - 16:00 Uhr